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Historie Vereinsring Büchold e.V.

Im Jahr 1988 jährte sich aufgrund nachweisbarer geschichtlicher Daten die erstmalige Erwähnung des Ortes Büchold in einer Fuldaer Schenkungsukunde zum zwölfhundertstenmal.
Nachdem in dieser Urkunde außer Büchold auch Binsfeld, Halsheim, Thüngen und Stetten sowie Heßlar genannt sind, waren die 1988 stattfindenden 1200-Jahr-Feiern abzustimmen. Nach ersten Vorgesprächen zwischen Arnstein, Thüngen und Stetten in Thüngen lud Bürgermeister Roland Metz aus Arnstein die Bücholder Vereinsvorstandschaften am 2. Mai 1987 ins Gasthaus Mons zu einer Aussprache ein. Als Jubiläumsfesttermin für Büchold legte man den 22. und 23. Mai (Pfingsten) fest. Nach weiteren Vorbesprechungen wurde bei einer Zusammenkunft am 6. Dezember 1987 im Gasthaus „Zum Goldenen Löwen“ (Mons) ein Arbeitskreis mit der Ausrichtung der 1200-Jahr-Feier beauftragt. Er bestand aus:
Otto Schwing: Bauernverband; Walter Schaupp: DJK/SV Büchold; Hermann Spahn: Freiwillige Feuerwehr; Günther Wendel: Garten- und Dorfverschönerungsverein; Anton Rüger: Jagd- und Schäfereigenossenschaft; Benedikt Feser: Jugendvertreter; Luitgard Hafenrichter: Kirchenverwaltung; Hermann Morath: Musikverein; Erich Füller: Pfarrgemeinderat/Theatergruppe; Rudi Göbel: Sanitätskolonne Büchold; Fritz Suckfüll: Weiler Sachserhof

Dieses Gremium gab sich den Namen „Vereinsring“ und wählte eine Vorstandschaft, die sich wie folgt zusammensetzte:
1.Vorsitzender: Walter Schaupp; 2. Vorsitzender: Fritz Suckfüll; Schriftführer: Erich Füller; Kassier: Anton Rüger

Die Bücholder wurden in einer Bürgerversammlung am 16. Dezember 1987 über die geplanten Festvorbereitungen unterrichtet und gebeten, die Vereine zu unterstützen. Archivar Walter Herdrich hielt einen Vortrag mit geschichtlichem Rückblick und stellte sich für auftretende Fragen und Probleme bei den Festvorbereitungen zur Verfügung.

Das Jubiläumsjahr wurde in der Silvesternacht um Punkt 24.00 Uhr eingeläutet, und ein Nachtwächter (Paul Heilmann) zog durch Bücholds Straßen und verkündete lautstark den Beginn des Festjahres mit den Worten: „Hört ihr Leute, das ist wahr, Büchold wird 1200 Jahr“. Zur gleichen Zeit gaben die „Bücholder Musikanten“ am Schloßberg ein Standkonzert bei Fackelschein, und man stieß mit Sekt auf ein erfolgreiches Jubiläumsjahr an.

In der Sitzung des Vereinsringes am 10. Januar 1988 konnten zwei weitere Mitglieder aufgenommen werden: die Soldaten- und Reservistenkameradschaft sowie der Sportfischerverein Werntal. Schön geschnitzte Tafeln mit der Silhouette Bücholds luden ab 30. Januar die Durchreisenden an den Ortseinfahrten zum Jubiläum ein. Mit der Aufschrift „1200 Jahre Büchold. 788-1988. Historische Feier Pfingsten 21.-23. Mai“ wurde auf das bevorstehende festliche Ereignis im Ort aufmerksam gemacht.
„Buhhulidi“, Ort am Buchenholz, nannten unsere Vorfahren Büchold. Dies war der Anlaß, um am 26. März eine etwa sechs Meter hohe Hainbuche an der Ecke Seeweg/Farbgrubenstraße zu pflanzen. An das 1348 durch Kaiser Karl IV. dem damaligen Dorfherrn Dietz von Thüngen verliehene Halsgericht mit Stock und Galgen sollte ein am Galgenberg errichteter Galgen hinweisen. Wie die Ereignisse zuvor, wurde auch dieses historische Ereignis vom Festkomitee und der gesamten Bevölkerung am 9. April feierlich begangen. Im April erschienen die Sonderprägungen der offiziellen Jubiläumsmedaillen durch die Raiffeisenbank Arnstein.

Einer der Höhepunkte des Jubiläumsjahres war der Festakt am 23. April in der Werntalhalle in Thüngen, an dem alle Jubiläumsorte beteiligt waren. Die Theatergruppe Büchold zeigte in einer Spielszene die Übergabe der Schenkungsurkunde aus dem Jahre 788. Prof. Dr. Otto Meyer, Würzburg, hielt den Festvortrag vor zahlreicher Prominenz aus Politik und Geistlichkeit.

Mit einem Eröffnungsgottesdienst und der genannten Spielszene begannen auch die Feierlichkeiten zum 1. Mai in Büchold. Begleitet von den Musikanten und ihrer Trachtengruppe wurde der Maibaum eingeholt und nach altem Brauch mit Stangen und Seilen per Hand aufgestellt. Schon viele Wochen vor dem großen Ereignis, baute die Bücholder Jugend am Afterbankweg ihre Lehmhütten, um die erste Besiedlung auf der Gemarkung Bücholds in der Jungsteinzeit darzustellen. Auch die Vereine waren emsig und trafen Vorbereitungen für die darzustellende Zeitepoche.
Zwei Geschichtsvorträge von Archivar Walter Herdrich im Mai brachten den Zuhörern die Vergangenheit nahe. Um die fränkische Mundart nicht nur Zugereisten, sondern auch denen, die viele uralte Bezeichnungen nicht mehr verstehen, wieder näherzubringen, haben die „Häbüachene“ ein Büchlein „Wos hásté gsocht?“ herausgegeben.

Als erste der sechs Gemeinden im Werngrund feierte Büchold sein „Historisches Dorffest“. Das in der Geschichte Bücholds einmalige Jubiläum konnte beginnen: Aber noch ahnte keiner, daß bei strahlendem Sonnenschein an den drei Tagen über zehntausend Besucher durch das lebende Freilichtmuseum Büchold wandern würden, daß es fast unmöglich werden sollte die herbeiströmenden Menschenmassen mit den angebotenen fränkischen Spezialitäten zu versorgen und so mancher Besucher seinen Hunger außerhalb Bücholds stillen mußte.
Mit mehr als einhundertfünfzig Mitwirkenden in Kostümen begann am Samstag um 14.00 Uhr die Jubiläumsfeier. Bei über zwanzig Darbietungen auf den Straßen, Plätzen und in den Gehöften wurden für die Besucher zahlreiche Stationen der Bücholder Geschichte wieder lebendig. Alles spielte sich auf einer Länge von mehr als tausend Metern ab, und zum Rasten und Erholen war genügend Gelegenheit geboten. Alle weltlichen und kirchlichen Einrichtungen unseres Dorfes trugen zum Gelingen bei – und der Besucher war als Statist bei Video- und Filmaufnahmen stets mit einbezogen.
Vereinsring-Vorsitzender Schaupp konnte auch die Vertreter der Patengemeinde Bücholds aus Todenbüttel, Herrn Bürgermeister Hinrich Martens mit Gemeinderäten und einer Bürgerschaftsabordnung, begrüßen, die zwei Sitzbänke und eine nordische Eiche mitbrachten.

Ein sportlicher Abschluß der gemeinsamen Feiern war am 15. Oktober der Jubiläums-Staffellauf, der durch die sechs Wernorte ging und vom FC Thüngen veranstaltet wurde. Am Ende reichte es für Büchold zu einem 4. Platz hinter Thüngen, Halsheim und Binsfeld. Stetten und Heßlar belegten die Plätze 5 und 6. In zwei Stunden und 22 Minuten wurde die rund 32 Kilometer lange Strecke bewältigt.

Nach so einem erfolgreichen Jubiläumsjahr dankte der Vereinsring mit einem Weihnachtskonzert am 26. Dezember in der Pfarrkirche St. Nikolaus in Büchold. Ein Silvester-Standkonzert am Schulplatz mit den „Bücholder Musikanten“ bildete den Abschluß des Jubiläumsjahres.
Aus dem Weihnachtskonzert wurde ab 1989 als ständige Einrichtung ein Adventskonzert, welches nun jährlich am 4. Adventssonntag stattfindet und schon zu einer Tradition geworden ist. Das Konzert soll den örtlichen Musikern und dem Nachwuchs die Möglichkeit geben, ihr Können vor einem breiten Publikum zu Gehör zu bringen. Auch aus den anderen Ortsteilen von Arnstein werden dazu Hobby-Musiker eingeladen. Der Erlös aus freiwilligen Spenden geht an die Kirchenverwaltung für Orgel- oder Kirchenrestaurierung.

Um nun die Zusammenarbeit aller Bücholder Vereine und Verbände auch für die Zukunft weiter zu fördern und zu koordinieren, regte Walter Schaupp die offizielle Gründung eines Vereinsrings an und lud dazu am 8. November 1992 ins Gasthaus „Zum Goldenen Löwen“ (Fenn) ein, bei der über die Anzahl der von den Vereinen und Verbänden zu entsendenden Delegierten gesprochen wurde.
Nach erfolgter Rücksprache in den Vorstandschaften der einzelnen Vereine hat sich der Vereinsring Büchold am 18. November 1992 formell konstituiert. Seine Aufgabe ist es, das gesellschaftliche, sportliche und kulturelle Leben, das Brauchtum und das historische Erbe in Büchold zu pflegen und mitzuwirken bei der Pflege von Natur, Landschaft und Umwelt sowie die Arbeit der angeschlossenen Mitgliedsvereine und -verbände zu fördern. Die Vertreterversammlung besteht laut Satzung aus je zwei Delegierten der angeschlossenen Mitgliedsvereine und -verbände. Folgende Vereine und Verbände traten dem Vereinsring bei:
Bund Naturschutz „Oberes Werntal“ – DJK/SV Büchold – Eigenheimer- u. Siedlerverein e.V. – Freiwillige Feuerwehr e.V. – Gartenbau- und Dorfverschönerungsverein – Heimatpflegeverein Sachserhof e.V. – Musikverein – Pfarrgemeinderat – Rotkreuzkolonne und Frauenbereitschaft – St. Johanniszweigverein e.V. – Soldaten- u. Reservistenkameradschaft – Sportfischerverein Werntal e.V.

Der gewählte Vereinsvorstand setzt sich derzeit wie folgt zusammen:
1. Vorsitzender: Fritz Suckfüll Schriftführer: Erich Füller
2. Vorsitzender: Anton Rüger Kassenverwalter: Alfred Volk

Im Oktober 1993 wurde der Vereinsring als gemeinnützig anerkannt und 1995 ins Vereinsregister beim Amtsgericht Gemünden eingetragen. Die zahlreichen Aktivitäten, die der neue „Dachverband“ der Bücholder Vereine seither zum Nutzen und zum Vergnügen seines Heimatorts und seiner Bewohner entfaltet hat, sollen an dieser Stelle nicht im einzelnen ausgeführt werden. Nur soviel ist zu sagen: daß sich die Gründung in jeder Hinsicht bewährt und einen großen Gewinn an Lebensqualität für die Bürger unserer nun mehr als 1200 Jahre alten Ortschaft gebracht hat.

Verein 01-Geschichte

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