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Historie Theatergruppe Büchold

Viele Dorfbewohner erinnern sich noch gerne an das Theaterspiel unter der Leitung von Kindergartenschwester Herina (Katholische Landjugend) oder unter Oberlehrer Isidor Schmitt mit seinem Kirchenchor (1953) in den fünfziger und sechziger Jahren. Spielort war zuerst der Kindergarten in der Förstergasse, später der renovierte und kunstvoll bemalte Saal im Obergeschoß des Gasthauses „Zum schwarzen Adler“ (Distler) und nach seiner Fertigstellung der neu angebaute große Saal.

Ein schauspielerischer und kultureller Höhepunkt war das Passionsspiel unter der Regie von Oberlehrer Schmitt zusammen mit dem DJK-Sportverein 1960/61 im Saale Distler. Die vorerst letzten Theaterstücke „Die Dorfklatschen“ (fröhlicher Einakter) und „Hast du noch ein Mütterlein“ (vorweihnachtliches ernstes Stück) führte eine Laienspielschar der Katholischen Landjugend Büchold unter der Leitung von Schwester Herina im Dezember 1965 im Saale Distler auf.

Der Anstoß zur Fortführung dieser Tradition kam vom einstigen Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Erich Füller, der auf einer Sitzung am 16. Juni 1982 den Vorschlag machte, das Theaterspiel in Büchold wieder aufleben zu lassen. Neben den Proben wurde im Viehhof die Kulisse, wie sie heute noch verwendet wird, gezimmert und bemalt. Wie bis heute war „Reiner Zufall“ der Regisseur, d.h. einen Regisseur hatte und hat die Gruppe nicht; die Theaterstücke werden in Teamarbeit einstudiert. Jeder hilft jedem, und der sich jährlich zeigende Erfolg gab der Gruppe mit dieser Einstellung recht. Am 2. Januar 1983 konnte sich im Gasthaus Distler zum erstenmal wieder seit vielen Jahren der Vorhang für das Laientheater in Büchold öffnen. Schon 1984 verstärkten weitere Jugendliche der Katholischen Landjugend Büchold die Laiengruppe. Nach dieser Spielzeit erfuhr die Gruppe von der Schließung des Saales Distler, und nach langen Überlegungen, wie es weiter gehen soll, bot sich als neuer Spielort der etwas beengte Turnsaal des Kindergartens an. Um das begeisterte Publikum zufriedenstellen zu können, mußten jetzt neun Aufführungen vor jeweils maximal 140 Besuchern dargeboten werden. Seit 1989 hat die DJK/SV Büchold der Theatergruppe das Sportheim zur Verfügung gestellt. Die Proben finden in einem leerstehenden Schulraum statt, den die Stadt Arnstein der Theatergruppe seit 1992 überläßt.

An der 1200-Jahrfeier in Büchold beteiligte sich die Gruppe mit drei historischen Stücken. So wurde eine wahre Bücholder Begebenheit („D’r Schaffer’s D’lell als Wunnerdokt’r“) und der Streit zwischen Büchold und Altbessingen aus dem 16. Jahrhundert („Wie der Herr – so das Gescherr“) von Rektor Schmitt aus Arnstein zu Spielszenen umgeschrieben. Das dritte Drama „Gerichtstag in Büchold“ stammte aus Eibelstadt und wurde umgetextet.

Bei der Auswahl der Stücke wird das Lustige und Bodenständige bevorzugt. Ein enger Kreis (vier bis fünf Personen) lesen diverse Stücke, bewerten und beurteilen sie, und bei einem gemeinsamen Treffen fällt dann die Entscheidung. Meist beschäftigt sich der Inhalt mit Dingen des täglichen Lebens und mit Menschen, denen man immer wieder begegnet: Fabrikanten, Bürokraten, Direktoren, Ärzte, Handwerker, Gäste, Polizeibeamte, Pfarrer, Kriminalinspektoren, Japaner, Bäcker ...

Mit dem fränkischen Einakter „Die Prophezeihung“ bekannte sich die Gruppe ab 1990 zur heimischen Mundart und zum Dialekt. Im Jahr darauf, 1990/91, entschied man sich, in Zukunft mehr zeitnahe und modernere Stücke auszusuchen und zu spielen. Man nahm sich u.a. auch des Sektenproblems an und wagte sich an einen entsprechenden Dreiakter mit dem Titel: „Palmus der Erleuchtete“.

Mit Wirkung zum 1. Januar 1994 trat die Theatergruppe Büchold der „Arbeitsgemeinschaft Mundart-Theater Franken e.V. im Bund Deutscher Amateurtheater e.V.“ bei und nahm noch im gleichen Jahr erfolgreich an den 12. Fränkischen Laienspieltagen in Fladungen mit dem Stück „D’r Schaffers D’lell als Wunnerdokt’r“ teil. Hildburghausen (15. Fränkische Laienspieltage) war 1998 mit dem Stück „Menschenkunde“ die nächste Station.

Der Erlös wird ausschlließlich für wohltätige Zwecke verwendet. Folgende Projekte und Institutionen hat die Theatergruppe bisher unterstützt; in Klammern das Jahr: Außenrenovierung der Pfarrkirche (1982 - 1984), Kindergarten (1985), Kindergarten und Orgelrestaurierung (1986), Kindergarten und Kirchenrenovierung (1987 - 1988), Pfarrhausrestaurierung (1990 - 1991, Friedensglocke für die Pfarrkirche (1992 - 1994), Rücklage für eine Bühne (1995), Kindergarten und Orgelrestaurierung (1996), Seniorenarbeit/Bildstockrestaurierung (1997), Schaukel für Kindergarten (1998).

Die Aufführungen von lustigen Theaterstücken, mit denen die Theatergruppe Büchold Jahr für Jahr und mit Riesenerfolg dem Publikum einige unvergeßliche und frohe Stunden beschert, gehören nunmehr seit genau 15 Jahren in Büchold wieder zur Tradition um die Jahreswende. Daß die Theatergruppe beliebt ist und auf die Besucher wirkt, beweisen die ausgebuchten Vorstellungen, bei denen Laientheater-Freunde aus dem gesamten Umland anwesend sind. Das Motto der Gruppe ist, und darüber sind sich die Laiendarsteller einig: „Es ist schön, andere zum Lachen zu bringen und dabei gleichzeitig zu helfen“. Die Leitung der Gruppe liegt seit Beginn (1982) in den Händen von Erich Füller.