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Historie Musikverein Büchold e.V.

Musiziert wurde in Büchold schon von alters her. So wurden z.B. im ersten Drittel des vorigen Jahrhunderts Vergütungen an die Blasmusik für ihr Mitwirken bei den Wallfahrten, Umgängen und Prozessionen bezahlt, wie man aus alten Kirchenrechnungen ersehen kann.

Im Jahr 1874 feierte der damals neugegründete „Kampfgenossenverein“ (heute: Soldaten-und Reservistenkameradschaft) seine festliche Fahnenweihe mit musikalischer Unterstützung der Bücholder Blasmusikanten.

Seit 1885 wurden die verstorbenen Kampfgefährten im „Leichenkondukt“ unter Begleitung der Blaskapelle zu Grabe getragen. Bei den Aufzeichnungen über die Vergütung wird erstmalig als „Kapellmeister“ ein gewisser Rüger, Schmiedle genannt, erwähnt.

Am 8. September 1895 spielte eine „Kapelle Stamm“ bei der Erinnerungsfeier an die Siege von 1870/71. In dieser Kapelle wirkte erstmals der „Chevauleger-Trompeter“ Ambros Oestreicher zu Pferde mit.

Ambros Oestreicher, der Bruder des damals neu in Büchold eingesetzten Pfarrers Eduard Oestreicher, gründete ein Jahr später (1896) eine eigene Kapelle und führte diese zu großen Erfolgen. Er beeinflußte das musikalische Geschehen in Büchold mehr als drei Jahrzehnte lang – bis 1932 – und war mit seiner Kapelle weit und breit bekannt.

Die Kapelle „Stamm“ existierte wohl auch noch, verlegte jedoch ihr Hauptaugenmerk mehr auf reine Tanzmusik, die es damals nicht so häufig gab, die aber den Musikanten so manchen ersehnten Pfennig einbrachte. Weite Fußmärsche oder Wagenreisen mußten dabei in Kauf genommen werden.

Vom 27. bis 29. September 1908 fand in Arnstein ein landwirtschaftliches Fest statt, dessen Höhepunkt ein Festzug unter der Federführung von Bücholds Pfarrer Eduard Oestreicher war. Sechzehn Mitglieder der Bücholder Trachtenkapelle führten, bekleidet mit langen, weiten Hosen und mit roten, dicht mit Silberknöpfen besetzten Westen, weißen Krägen und kurzen Kitteln, den Festzug an. Rund 100 Bücholder bildeten in Tracht einen Hochzeitszug. Die Männerkleidung bestand auch aus langen, weißen Hosen und roten Westen mit silbernen Knöpfen und kurzen, dunklen Kitteln. Neben dem Dreispitz war – vor allem bei jungen Burschen – auch das Bärenfell als Kopfbedeckung zu sehen. Eine schwarze, aus Leinwand gefertigte, weiße Bänderhaube trugen – wie früher beim Kirchgang üblich – die Frauen, deren Schmuck aus alten Ohrringen und Gehängen, die neben ungeschliffenen Bernsteinstücken auch goldene und silberne Taler zeigten, bestand. Bei der Großvätergeneration, die den Festzug beschloß, gingen die „Herrli“ in langen, blauen Röcken und hielten ihren Kopf mit Schildmützen bedeckt.

Nach dem Ersten Weltkrieg lebten von beiden Kapellen nur noch wenige Männer. Ferdinand Stamm, der Sohn des vorgenannten Wendelin Stamm, machte noch mit einigen Getreuen, wie Josef Peter, Gottfried Stamm, Alfred Peter, Ludwig Kehl, Bruno Engelhardt, Ferdinand Stamm sen., Musik. 1928 entschlossen sich einige Judendliche zur Gründung einer Jugendkapelle. Sie wurden vom Musikmeister Thurn aus Arnstein ausgebildet. Zunächst war die Jugendkapelle selbständig; da jedoch Musikmeister Thurn nach Amerika auswanderte und ein Bischofsbesuch bevorstand, gelang es Ambros Oestreicher die Jungen unter seine Fittiche zu bringen. Von seiner alten Schar waren noch wenige übriggeblieben.

Der Zweite Weltkrieg riß wieder gewaltige Lücken in die Reihen. Aber schon 1950 konnte eines der ersten Musikfeste mit einer neuen Kapelle in Büchold gefeiert werden. 1953 beging die Bücholder Musikkapelle ihr 50. Stiftungsfest. 1954 wurde dann wieder die „alte Tracht“ angeschafft, um die Erinnerung an glanzvolle Tage unter Oestreicher neu zu beleben.

Doch bereits 1966 war die Kapelle durch Tod, Wegzug und Überalterung bis auf wenige Mitglieder zusammengeschrumpft. Oberlehrer Isidor Schmitt, der die Kapelle seit 1950 geleitet hatte, unterstützt von einigen getreuen Altmusikern, kümmerte sich nun um den Nachwuchs, und es gelang, eine neue Jugendkapelle aufzubauen. Die ersten Proben fanden in einem Klassenzimmer der ehemaligen Schule statt. Später konnte der leerstehende Kindergarten zu diesem Zwecke genutzt werden.

Am 24. November 1968 wurde aus der ehemaligen „Trachtenkapelle Büchold“ der „Musikverein Büchold“. Gleich darauf, am 27. Dezember 1968, erfolgte die Anmeldung zum Nordbayerischen Musikbund. Infolge verschiedener Ausfälle mußten für einzelne Instrumentengruppen Jungmusiker herangezogen werden. Zur Anschaffung von neuen Musikinstrumenten wurden 4000 DM investiert, und schon 1969 traten die Aktiven in