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Jagdgenossenschaft Büchold

Während nach 1803 die Jagdhoheit in den Staatsforsten den entsprechenden Forstämtern zufiel, gingen im 19. Jahrhundert die Jagdrechte in den Gemeindewäldern auf die Kommunen über, die sie in der Regel verpachteten. Die älteren grundherrschaftlichen Jagdrechte auf bäuerlichem Boden wurden mit der Reformgesetzgebung von 1848 definitiv beseitigt.

Die Bücholder Gemeindejagd wurde seit 1877 auch an private Interessenten vergeben und die Einkünfte zur Finanzierung gemeindlicher Aufgaben mit herangezogen. Die Jagdpächter hatten sich bei der Jagdausübung streng an die vorgegebenen Vorschriften zu halten, z.B. hatten sie kein Recht, sich in die Feld-, Wiesen- und Waldwirtschaft einzumischen oder die Vieh- und Schafhut irgendwie zu behindern. Auch die Bauern hatten ihre Vorschriften zu beachten, und so durfte kein Vieh ohne gehörige Aufsicht umherlaufen. Der jeweilige Bürgermeister fungierte stets als Vorstand der Jagdgenossenschaft.

Später wurde die bejagbare Fläche von 1318 Hektar in drei Jagdbögen eingeteilt, weil man sich dadurch einige Mehreinnahmen für die Gemeindekasse erhoffte:

Bogen I = 377 Hektar „Arnsteiner Höhe / Hohe Tanne“

Bogen II = 446 Hektar „Mittelberg-Holz / Roter Markstein“

Bogen III = 495 Hektar „Hundsbacher Höhe / Löffelbach / Gehag“

Eine Jagdperiode dauert heute neun Jahre. Der Jagdschilling, der früher für die Gemeinde-Bullen- und -Eberhaltung verwendet wurde, ist jährlich jeweils am 1. April fällig. In den letzten Jahren fließt dieses willkommene Jagdpachtgeld in den Flur- und Waldwegebau. 1960 wurden damit sogar die Friedhofswege in Fronleistung geteert.

Jagdgenosse ist jeder, der in der Gemarkung Büchold eine bejagbare Fläche als Eigentum nachweist. Alle Jagdgenossen zusammen bilden die Jagdgenossenschaft.

1955 versammelte sich die Jagdgenossenschaft Büchold im Gasthaus Distler und wählte erstmals eine Vorstandschaft.

Nach der Eingemeindung im Jahre 1972 schlossen sich die Arnsteiner Ortsteile von 1974 bis 1976 zu einer Jagdgenossenschaft mit Sitz in Arnstein zusammen. Ab 1976 wurden dann die früheren Jagdgenossenschaften, u.a. auch in Büchold, wieder selbständig.

Vorstände: Otto Rauh (1955 - 1958), Josef Stamm (1958 - 1965), Adolf Weber (1965 - 1970), Otto Rauh (1970 - 1974), Andreas Feser (Arnstein) (1974 - 1976), Otto Rauh (1976 - 1984), Anton Rüger (1984 - heute)