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Gartenbau- und Dorfverschönerungsverein Büchold

Auffallend ist, wie sich die Namensgebung dieses Vereines im Laufe seiner über neunzigjährigen Geschichte gewandelt hat: Man erkannte auf der Ebene der Kreis- und Bezirksverbände sehr schnell die Veränderungen in der ländlichen Entwicklung und paßte sich dieser mit der Benennung, vom "Obstbauverein" über den "Obst- und Gartenbauverein" zum "Gartenbau- und Dorfverschönerungsverein" an. Nur dieser Flexibilität und natürlich einer rührigen Vorstandschaft ist es zu verdanken, daß dieser Verein bis heute fest etabliert ist und sich über einen ständigen Zuwachs an Mitgliedern freuen kann.

Waren es früher Schädlingsbekämpfungsgeräte für den Obstbau, so sind es heute moderne Maschinen für den Gartenbau und die Rasenpflege, die zum Fuhrpark des Vereins gehören; auch die ständig durchgeführten Vortragsreihen und Kurse haben eine derartige Änderung hinsichtlich ihrer Themen erfahren. Großes Augenmerk richtet der Verein zur Zeit auf die Dorfverschönerung: Fleißige Mitglieder sorgen im Gemeindegebiet für Ruhezonen durch Aufstellen von Bänken; Blumenschmuck verschönert das Ortsbild, Freiflächen werden bepflanzt, Bäume und Sträucher geschnitten und vieles mehr. Man ist bemüht, auch die Gemeinschaft durch Feste und Ausflüge sowie Weihnachtsfeiern zu pflegen.

Der Verein wurde am 13. Oktober 1907 auf Bekanntmachung des damaligen Bürgermeisters Baumeister von 27 anwesenden Ortsbürgern im Gasthaus zum Adler als Obstbauverein gegründet. Seine Mitglieder waren meist Ortsbauern, die im Gemeindegebiet überwiegend Zwetschgen-, Birnen- und Apfelbäume besaßen oder solche pflanzen wollten. Der Verein verlor jedoch offenbar bald an Bedeutung, da über Jahre hinweg keine Eintragungen im Protokollbuch vorgenommen wurden. In den Jahren 1928 und 1932 gingen durch strenge Fröste auch viele der vorher zahlreichen Obstbäume ein.

Auf Anregung des Bezirksobstbauinspektors lud am 18. Januar 1934 der Bürgermeister Barthel Fischer alle Obstbauinteressierten zu einer Neugründung ein. Anton Staat übernahm bereitwillig die Führung, und 21 Mitglieder unterzeichneten das erneute Gründungsprotokoll. Der Verein wurde sogleich aktiv, und es wurden Zuschußanträge für neue Obstanlagen gestellt, man schaffte eine Karrenspritze an und Obstbäume konnten nun über den Verein bestellt werden. Seit 1934 bis 1954 konnten 6783 Obstbäume vermittelt und neu gepflanzt werden. Was für ein Paradies für unsere Vogelwelt!

Ab dem Jahr 1950 sprach man jetzt von einem "Obst- und Gartenbauverein". Im Jahr 1953 betrug die Mitgliederzahl 47, und der Verein war Besitzer einer Motorspritze, einer Karrenspritze und einer Einbauspritze. Nachdem 1955 der Vorsitzende Anton Staat nach 21 Jahren sein Amt wegen Krankheit niederlegte, wurde Eduard Wendel sein Nachfolger bis 1980, 1971 bis 1972 war Willi Landgraf Vorsitzender.

Im März 1971 wurde der Verein in "Gartenbau- und Verschönerungsverein" umbenannt. In den Jahren 1974/75 ging der Obstbaumbestand durch die Flurbereinigung deutlich zurück; ganze Obstanlagen wurden ein Opfer dieser Maßnahmen.

Die Mitgliederzahl war im Jahre 1980 auf 66 angewachsen. Im Januar 1980 mußte Eduard Wendel aus gesundheitlichen Gründen das Amt des 1.Vorstandes an Otto Schwing übergeben. Dieser startete 1981 mit einem Straßenfest im "Neuen Markt", das heute noch ein fester Bestandteil des Vereinslebens ist. Der Übergang von "Obstbaulern" zu "Gartenbaulern" war damals bereits vollzogen, und die Vortragsveranstaltungen bezogen sich nun überwiegend auf den Gartenbau und Blumenschmuck im Dorf. 1984 wurde mit einem Schreiben an das Flurbereinigungsamt und einer Unterschriftenliste von der Bevölkerung das Dorferneuerungsprogramm beantragt.

Acht Jahre, bis Januar 1988, betrug die Amtszeit von Otto Schwing als Vorstand. Unter ihm wuchs die Zahl der Mitglieder auf stolze 82 an. Seine Nachfolgerin und neue Vorsitzende Gertrud Stamm und ihre Vorstandschaft verstanden es, weitere Bürger zu motivieren, und im Jahre 1990 konnte bereits das 100. Mitglied geehrt und die Zahl 103 erreicht werden. Im Januar 1996 trat Gertrud Stamm aus gesundheitlichen Gründen zurück, und die Mitglieder wählten Johann Hafenrichter zum Nachfolger. Sein plötzlicher unerwarteter Tod 1997 brachte 1998 Walter Schaupp das Amt des 1. Vorsitzenden.

Hervorheben muß man die jährlichen Informationsausflüge zu Bundes- und Landesgartenschauen oder zu sonstigen gärtnerischen Ereignissen, sowie die ständige Teilnahme an vielen Jubiläumsfestzügen und Veranstaltungen im Ort und in der Umgebung. Bei diesen Festzügen glänzt der Verein immer mit originellen gärtnerischen, blumenprächtigen Darbietungen. Auch der jährliche Beitrag zur Dorfverschönerung durch Rasenmähen, Sträucher- und Bäumeschnitt, Anpflanzen von Blumenkästen und vielem mehr zeigt die Rührigkeit der Vereinsmitglieder.