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Die "Häbüachena"

Der Name "Häbüachena" geht zurück auf das "Hainbuchenholz", ein besonders hartes Holz. Als Häbüachena wurden deshalb früher auch Leute bezeichnet, die hart, eigensinnig, aber auch liebenswert waren. Man würde solche Leute vielleicht heute als "Originale" bezeichnen.

Die Häbüachena gingen aus einer Wirtschaftsrunde hervor. In dieser Runde wurde nämlich immer wieder über ein Fest geredet, das zur Einweihung einer neuen Wohnung (Anbau bei Helmut Rüth) in Sachserhof stattfinden sollte. Einer wollte den Schinken mitbringen, der andere die Gurken, einer das Brot, der andere den Most usw. Eines Tages erklärte sich ein Häbüachener bereit, falls das Fest nun doch endlich stattfände, sogar ein Spanferkel zu stiften.

Daraufhin wurden noch andere Zusagen gemacht - unter anderem, daß einer ein Faß Bier von Büchold nach Sachserhof rolle. Am Freitag, dem 7. Oktober 1983, abends um 20 Uhr war es dann soweit: Das erste "Häbüachenafest" wurde gefeiert. An jenem Abend waren 17 Häbüachena anwesend.

Um dieses Fest weiterleben zu lassen, wurde ein Preisschafkopf durchgeführt. Der Sieger bekam einen Briefumschlag mit einem Zettel, darauf stand: "Der Sieger des ersten Häbüachena-Preisschafkopfes hat die Ehre und das Vergnügen, die Häbüachena nächstes Jahr zu sich einzuladen". So wird das Häbüachenafest jedes Jahr, entweder durch auskarten oder durch Losentscheid weitergegeben.

Neu aufgenommene Mitglieder werden entweder mit einem Holzscheit oder mit einem Hackenstiel zum Häbüachena geschlagen. Die Unkosten für die Feier werden samt der Auslage für die Bekanntmachungsanzeige, übrigens immer in Mundart, auf alle Anwesenden umgelegt. Der jeweilige Ausrichter hat nur für den Raum zu sorgen und alle einzuladen. Beim Essen und Trinken werden fränkische Spezialitäten bevorzugt. Während des Festes erzählt man sich die alten Geschichten von Büchold und singt alte Lieder, z.B. die vom "Ödels Bast" oder vom "Stamms Ferdl".

Im Jahre 1988, also zur 1200-Jahrfeier Bücholds, haben die Häbüachena nach vierjähriger Sammelarbeit ein kleines Büchlein über Mundart aus Büchold herausgegeben. Darin sind rund 1200 Mundartausdrücke, Dorfnamen und Redewendungen aufgeschrieben, so wie sie bei den Häbüachena noch heute verwendet werden.